Auslegungssache

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

STADTBILD. Die Zeitungskolporteure in der Innenstadt sollen verschwinden, angeblich sind sie ein öffentliches Ärgernis. Oder doch nicht? 

Nationale und internationale Zeitungen, bunte Illustrierte und schmuddelige Heftchen, fein säuberlich auf dem teuersten Pflaster Österreichs ausgebreitet: So was beschäftigt zurzeit die Gemüter in der Stadt. Durch lokale Medien geistern ein Bezirksvorsteher, der dringenden Handlungsbedarf sieht und angeblich am liebsten die Zeitungskolporteure von Kärntner Straße, Graben und so weiter "verbannen" möchte, eine schimpfende Trafikantin, die die Konkurrenz vor der Trafiktüre aus nachvollziehbaren Gründen nicht so mag, und ausgerechnet eine amerikanische Kaffeehauskette, die den ganzen Sommerwirbel in Bewegung gebracht haben soll.

  Denn bei Starbucks - andere US-Gehkaffee-Ketten gibt es in Wien nicht - will man von einer offiziellen Beschwerde über die Zeitungsverkäufer in der Innenstadt nichts wissen. Im Gegenteil: "Solange Kolporteure nicht


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