StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 32/03 vom 06.08.2003

Anfangs wurden Markus Reiter, 32, und seine Mitstreiter noch belächelt, als sie gemeinsam mit Betroffenen das Obdachlosenprojekt "neunerHAUS" entwickelten. "Unsere Bewohner können nach ihren eignen Vorstellungen leben, wir fördern auch diese Selbstständigkeit", sagt Reiter, Sozialökonom und Obmann des Betreibervereins, den engagierte Bürger im kalten Winter 2001 gründeten, um Obdachlosen am Franz-Josefs-Bahnhof zu helfen. Mittlerweile steht das neunerHAUS im dritten Bezirk und bietet 65 Menschen ein Zuhause. Nicht nur als "Übergangslösung", sondern mit einfachen - aber eigenen - Kleinwohnungen, eigenen Schlüsseln und als wichtiger Teil der Wiener Wohnungslosenhilfe. Jetzt wurde das erfolgreiche Modell als eines der innovativsten und erfolgreichsten Projekte im Kampf gegen tiefe Armut für den Europäischen Rat der Gemeinden und Regionen (KGRE) nominiert. Reiter hofft jetzt auf "Nachahmer in ganz Europa". Infos: www.neunerhaus.at C. W. /


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