Mozart als Problem

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 33/03 vom 13.08.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Was dahinter steckt, wenn die Kronen Zeitung "unseren Mozart" vor "den Deutschen" verteidigt. 

"Deutsche wollen unseren Mozart!" Mit dieser Angst und Schrecken erregenden Schlagzeile erschien letzte Woche die Kronen Zeitung. Was war geschehen? Das ZDF hatte der BBC eine Idee geklaut und sucht nun statt "The Great Britons" natürlich nicht bloß die großen, sondern "die größten Deutschen". Auf der Liste befinden sich außer Wolfgang Amadeus Mozart noch Sigmund Freud, Joseph Haydn und Rainer Maria Rilke, die man hierzulande zum Festbestand österreichischer Kultur zählt. Wenn sie Kultur hört, entsichert die Kronen Zeitung eine Kampagne. "Helle Empörung" herrsche "im ganzen Land über das zweifelhafte Geschichtsverständnis bei unseren Nachbarn". Der Leiter der Musiksammlung in der Wiener Stadtbibliothek und der österreichische Botschafter in Berlin ("Mozart ist und bleibt Österreicher") werden als Autoritäten bemüht. Aber die Deutschen bleiben hart. Unverdrossen

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