Kommentar: Hat der Tanz seinen Schrecken verloren?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 33/03 vom 13.08.2003

Mit einer zwar eher spröden, aber selbstverständlich brechend vollen Doppelveranstaltung im Schauspielhaus ging am vergangenen Sonntag die diesjährige Ausgabe des Festivals ImPulsTanz zu Ende. Die Bilanzzahlen lesen sich, wie immer, eindrucksvoll: Die 64 Vorstellungen des Festivals waren insgesamt zu 98 Prozent ausgelastet, rund 26.000 Besucher wurden gezählt.

Obwohl der Erfolg von ImPulsTanz mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist, versteht er sich nicht von selbst. Woran liegt es, dass die Menschen bei knapp vierzig Grad im Schatten nichts Besseres zu tun haben, als ins Theater zu gehen und anderen bei schweißtreibenden Bewegungen zuzusehen? "Seit der Körper das bevorzugte Bezugsfeld der Theorie geworden ist, boomen auch sperrigere Arbeiten beim breiten Publikum", analysiert der Standard, was weder eine logische noch eine überzeugende Begründung darstellt. Wahr ist jedoch, dass sich nicht nur die spektakulären Gastspiele arrivierter Truppen wie LaLaLa Human Steps, Ultima Vez


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