STREIFENWEISE

Kultur | D. ROBNIK / M.McKECHNEAY | aus FALTER 33/03 vom 13.08.2003

Als Heldin des zweiten "Lara Croft: Tomb Raider"-Films, "Die Wiege des Lebens", verkündet Angelina Jolie zunächst, alles Verlorene müsse auch gefunden werden. Jedoch: Nach ihrem Endkampf um eine Art Büchse der Pandora - "in Afrika", so die Ortsangabe im Dialog - rät uns die Brachialarchäologin, manches solle eben doch lieber nicht gefunden werden. Es folgt der Schlussgag: Laras Butler und ihr Hausnerd laufen in Panik vor zwei weiblichen Mitgliedern eines lokalen Stammes davon, die ihnen als Bräute zugedacht sind. Manches, so lernen wir, soll sich eben lieber nicht finden, sprich: So durchschaubar kann uns die Welt gar nicht werden, so schnippisch, furchtlos, flexibel und vernetzt mit allem und jedem können "wir" gar nicht sein, dass nicht ein hartnäckiger Kern an rassistischen Phobien und kolonialen Herrschaftsphantasien bleibt. Dieser undurchschaute "Hardcore" westlicher Identität ist hier der "verborgene Schatz" schlechthin: Während die Herrin der Dauernutzung kommunikationstechnologischer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige