AUFGEBLÄTTERT

Kultur | THOMAS ASKAN VIERICH | aus FALTER 33/03 vom 13.08.2003

Es ist immer wieder schön, wenn sich jemand einer spannenden Geschichte bedient, um etwas ganz anderes zu erzählen. Wenn ein rätselhafter Mord geschieht, die Polizei ermittelt, und es eigentlich nicht um die Frage geht: "Who's done it?", sondern zum Beispiel um die pubertären Nöte und die zerbrechliche Freundschaft zweier Buben, wie in "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" von Håkan Nesser. Der Schwede ist bekannt als elegantes Pendant zu Henning Mankell; seine Krimis mit Kommissar Van Veteren sind witzig, poetisch und ziemlich weise. "Kim Novak" erschien im Original 1998 und machte Nesser in Schweden bekannt - damals noch ohne Van Veteren. Nesser erzählt lakonisch und charmant von der Sommeridylle der beiden 14-Jährigen, die unter einem unguten Stern steht. Die Mutter des einen Jungen, Erik, liegt im Sterben, dann verlieben sich beide unglücklich in die zehn Jahre ältere Freundin des älteren Bruders von Erik, die aussieht wie Kim Novak. Und schließlich entdeckt man auch


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