Trendsetter Kalifornien

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 34/03 vom 20.08.2003

AUSLAND  Versagende Energiewirtschaft, destabilisierte Politik: In den USA sind vermeintliche Konstanten längst keine mehr. RAIMUND LÖW

Wird die banale lokale Stromversorgung zur Schicksalsfrage der amerikanischen Politik und nicht der weltweite Terrorismus oder die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins? Fast könnte es so scheinen, wenn man den Bogen von den politischen Turbulenzen Kaliforniens zum Elektrizitätsdebakel an der Ostküste zieht. Im Jahr 2000 mochte man die stundenlangen Stromabschaltungen an der reichen Westküste Amerikas noch für eine der vielen unerklärlichen Verrücktheiten der Kalifornier halten. Eine chaotische Privatisierung der Elektrizitätsgesellschaften kombiniert mit staatlich verordneten, unrealistisch niedrigen Strompreisen habe das Debakel verursacht, hieß es damals. Wieso das reichste Land der Erde nicht über die Mittel verfügt, solche regionalen Fehlentwicklungen auszugleichen, blieb ein Rätsel.

  Drei Jahre später ist der Spruch von der Dritte-Welt-Qualität


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