WAS WAR WAS KOMMT WAS FEHLT

Politik | aus FALTER 34/03 vom 20.08.2003

WAS WAR

Debatte um Einbürgerungen Letzte Woche brach Jörg Haider eine Debatte um die Verschärfung des Staatsbürgerschaftsgesetzes vom Zaun. "Das Land muss das Recht haben, sich die Leute auszusuchen, die die Staatsbürgerschaft erhalten", so der Kärntner Landeshauptmann im O-Ton. Genauso gut hätte Haider das schreckliche Ungeheuer von Loch Ness als Sommerthema hervorkramen können. Denn Österreich ist gemeinsam mit Italien, Spanien und Portugal ohnehin am strengsten in der EU. Die Frist für den Erhalt der Staatsbürgerschaft beträgt zehn Jahre.

WAS KOMMT

Wahlkampf in Tirol Am 28. September wählt Tirol - und das heilige Land wird durch den Wahlkampf bereits in seinen Grundfesten erschüttert. Die Grünen wollen nämlich die Landeshymne abschaffen, in der Andreas Hofer, Blut, Tod und Feuer besungen werden. "Nicht vereinbar mit dem vereinten Europa", meinen die Ökos. Mehr hat es nicht gebraucht. Die Grünen hätten "kein Gefühl für das Land und seine Geschichte", tobte prompt ein ÖVP-Landtagskandidat.

WAS FEHLT

Erwin Prölls Realitätssinn Spätestens seit seinem Wahlkampf im Frühjahr hat es sich bis ins hinterletzte Nest Niederösterreichs durchgesprochen, dass der Landeshauptmann alles andere als ein Fan der schwarz-blauen Koalition in Wien ist. Auch einer grünen Regierungsbeteiligung hat Erwin Pröll nie "einen gewissen Charme" attestiert. Am Sonntag warf der mächtigste aller schwarzen Landeshauptleute, der in seiner Partei bisher wegen seiner Freundschaft mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl als Sozi-Intimus verschrien war, schließlich die dritte Partei aus dem Spiel. Im Kurier meinte Pröll: "Was die Sozialdemokraten in jüngster Zeit bieten, ist nicht verantwortungsvoll oder reif für eine Regierungsbeteiligung." Ja, wer passt dem Landeskaiser dann überhaupt in den Kram? Spekuliert er vielleicht auf eine schwarze Alleinregierung? Darauf kann Pröll aber warten, bis er schw ..., äh ..., alt wird.


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