Tomorrow's Heroes

Politik | ISOLDE CHARIM | aus FALTER 34/03 vom 20.08.2003

USA Das "Imperium" existiert: Auch in liberalen Köpfen setzt sich der neokonservative Mythos des amerikanischen Supersoldaten als "good guy" der Weltpolitik fest. 

Vom berüchtigten Staatsrechtler Carl Schmitt stammt das Wort: "Der Feind ist unsere eigene Frage in Gestalt." Was aber, wenn der Feind gestaltlos ist wie der Terror? Die Bushisten haben ihre Antwort darauf präsentiert: Sie haben dem Feind die Gestalt der "Achse des Bösen" verliehen. Ex negativo soll daraus auch ihre eigene Gestalt resultieren, die des "amerikanischen Imperiums". Dies stellt die Wiederkehr der längst verabschiedeten "großen Erzählung" in die Weltpolitik dar. Das Imperium ist auf dem besten Weg, das dominante Narrativ des 21. Jahrhunderts zu werden.

  Während man allerorts noch darüber streitet, ob das Imperium nun existiert oder nicht, hat Robert Kaplan, Starreporter des Atlantic Monthly, einen Text veröffentlicht, in dem er diese Frage als entschieden betrachtet, um sich nun der nächsten zuzuwenden:


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