Kommentar

Die Krise der Musikindustrie: Pop, komm!

Kultur | sebastian fasthuber | aus FALTER 34/03 vom 20.08.2003

Es heißt, dass Krisen lehrreich und im besten Fall fruchtbar wirken können. Wenn das keine leeren Worthülsen sind, dann ist die Musikindustrie alles andere als ein guter Krisenbewältiger. Denn anstatt - nächste Weisheit - die Ursachen für ihre massiven Umsatzrückgänge bei sich selbst zu suchen, schiebt sie den schwarzen Peter lieber bösen MP3-Tauschbörsen oder der schlechten Wirtschaftslage zu. Auch wenn das vergangene Woche auf der Kölner Fachmesse Popkomm (siehe Beitrag auf Seite 45) naturgemäß keiner so recht wahrhaben wollte, muss man sich ernsthaft fragen, ob die Branche in dieser Form noch überlebensfähig ist.

Denn angesichts stetig sinkender CD-Verkäufe, boomender MP3-Downloads und kompakter Musik-Abspielgeräte mit immer größerem Speicherplatz rückt zumindest das Ende der Compact Disc nahe. Damit würde die Branche immer mehr ihre Vertriebsfunktion verlieren. Unkonvertierbare Vinyl-Fetischisten könnten dann nicht ohne Häme bemerken, dass ausgerechnet die vor


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