AUFGEBLÄTTERT

Kultur | aus FALTER 34/03 vom 20.08.2003

Nahrung, Verpflegung, Hausmannskost", lautet eine der Bedeutungen des englischen Wortes "fare", "Fahrpreis" eine andere, die ebenso auf dem Cover des neuen Romans von Wilhelm Hengstler erwähnt ist - und in die Irre führt. Es besteht kein Zweifel, dass Hengstlers kleiner Grieche Iannis ein hässliches Kind ist, dieses Handicap einer steilen Karriere als Spitzenkoch aber nicht im Weg stehen wird. Sein Genie am Herd kostet den eigenwilligen Buben nicht mehr, als dass er die Bösartigkeiten seiner Neider aushalten muss, die ihm vergeblich die Suppe versalzen wollen. Ein paar Jahre lang, dann geschieht, was geschehen muss: Die Welt verneigt sich vor seinen Gerichten, Millionäre sind bereit, ihr letztes Hemd für seine gastronomischen Pläne zu geben.

  Den Entwicklungsstand einer Zivilisation erkennt man daran, wie viel Zeit jeder Einzelne mit der Beschaffung und Zubereitung seiner Nahrung verbraucht. Gerade einmal zwei Stunden täglich, so Klaus E. Müller in "Nektar und Ambrosia", einer


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