Die Vorstadtreise

Extra | aus FALTER 34/03 vom 20.08.2003

"Seine zahlreichen Feste kurbelten die lokale Wirtschaft kräftig an", heißt es über einen russischen Wohltäter der Wiener Vorstadt Ottakring-Hernals, den Fürsten Demetrius Michailowitsch Gallitzin (1721-1793). Das "Soho Ottakring" hat er zwar nicht erfunden, er hätte es aber zweifellos begrüßt. Weil sein Nachlass, die römische Ruine am Gallitzinberg und der Rundtempel an der Johann-Staud-Gasse, der Öffentlichkeit, also uns, versperrt bleibt, suchen wir andere Attraktionen in der Vorstadt. Vor allem dieses unbeschreibliche Gefühl, das einem auf der Kendlerstraße oder zwischen den Kasernen an der Montleartstraße überkommt - purer, unvergorener Vorstadtblues. Dafür brauchst du kein Herz wie ein Bergwerk, sondern eins wie die Sandleiten. Geübte Wanderer können einen Großteil dieser Reise zu Fuß machen, streckenweise empfiehlt sich aber doch ein Auto.

Fürstlicher Morgen Um das Gefühl eines fürstlichen Morgens auskosten zu können, beginnen wir mit einem Frühstück auf der

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