KHG spielt DKT

Politik | GERALD JOHN, EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

WIRTSCHAFT

 Erst die Voest, dann die Post und der Rest: Die Regierung will die letzten Überbleibsel der Verstaatlichten schleunigst verkaufen. Verschleudert Schwarz-Blau leichtfertig Volksvermögen? 

Zuerst merkte man es in der Kantine, dass das Werk ans feindliche Ausland verkauft wird: Wiener Schnitzel wurde von einem Tag auf den anderen von der Speisekarte gestrichen. Auch die Arbeiter machten sich rar. Mit Transparenten protestierten sie vor der Firmenzentrale. Ihre Kinder schrieben bunte Postkarten: "Ich will nicht, dass mein Papa die Arbeit verliert." Die schickten sie nicht an irgendeinen Multi in Detroit oder Düsseldorf. Sondern an die Böhler-Werke im steirischen Kapfenberg.

  Ausländisches Unternehmen frisst heimischen Renommierbetrieb, und die Aufregung ist groß - ein weltweit bekanntes Schauspiel. Demnächst wird es in Österreich wieder aufgeführt. Freitag nächster Woche werden nicht wie 1991, als der staatliche österreichische Edelstahlproduzent Böhler den Konkurrenten


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