DIE RÜGEN DES RECHNUNGSHOFES

Mustergültige Freunderlwirtschaft?

Politik | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

Zuerst wollte der Finanzminister Lob statt Tadel: Für den "vorbildlichen Vorgang", die "größtmögliche Transparenz", das "mustergültige Gesamtergebnis". Jetzt verspricht Karl-Heinz Grasser plötzlich, sein "mustergültiges Gesamtergebnis" doch noch einmal zu überprüfen - um es da und dort an die "Regelungen" anzupassen. Schuld an dem nicht ganz so "vorbildlichen Vorgang" waren freilich nicht er und sein Ressort. Sondern der enorme "Zeitdruck".

  Fast zwei Wochen hat der Finanzminister gebraucht, um die Kritik des jüngsten Rechnungshofberichts anzunehmen, in dem die Bestellungen von Aufsichtsräten und Vorständen in der ÖIAG und zehn anderen teilprivatisierten Unternehmen in den Jahren 2001 und 2002 angeprangert werden. Beinahe vier Millionen Euro hat das Umfärben der Chefetagen verschlungen, weil etliche Vorstände vorzeitig abberufen wurden. Um weitere 800.000 Euro machten sich externe Berater auf die Suche nach neuem Personal. Bei der Auswahl der Headhunter scherte man sich


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