Hungern mit Homecare

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

ASYL

 Mangelhafte Ernährung, keine Sozialarbeiter, selbst das Klopapier wird rationiert: Die Übernahme heimischer Flüchtlingslager durch die deutsche Firma European Homecare hat die Situation der Asylwerber noch verschlechtert. 

Echt heftig!" Petra Rust vom Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien, kann es kaum glauben: "Was diese Kinder zu essen kriegen, ist viel zu wenig." Die Ration für ein elf Monate altes Kleinkind im Flüchtlingslager Bad Kreuzen in Oberösterreich besteht aus: 900 Gramm Babymilch, 300 Gramm Trockenbrei, zwei Gläser Hipp und ein halber Liter Fruchtsaft. Pro Woche, versteht sich. Rainer Nottrott, European-Homecare-Leiter des Lagers Bad Kreuzen: "Das ist vom Innenministerium genauso gehandhabt worden."

  Den Erwachsenen geht es nicht viel besser. "Ungenießbar", nennen die Asylwerber das, was das deutsche Dienstleistungsunternehmen European Homecare täglich um 11.30 Uhr als Mittagessen ausgibt - direkt aus Ostdeutschland importiert und in


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