GESUNDHEITSMINISTERIUM

Keine Gummis für Flüchtlinge

Politik | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

Damit auch junge Asylwerber unbeschwerte Sommertage abseits des Alltagsstresses erleben, organisierten NGOs vergangene Woche ein Sommercamp für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Rund 150 Flüchtlingsjugendliche urlaubten vier Tage lang mit jungen Österreichern am Attersee. Damit nichts Unerwünschtes passiert, wollten die Betreuer Kondome für die 15- bis 25-Jährigen bereitstellen. "Früher bekamen wir vom Gesundheitsministerium zu solchen Anlässen kostenlos Kondome", erzählt ein Mitarbeiter der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung. Dieses Jahr hieß es hingegen "Leider nein". "Wir unterstützen Aids-Präventionsprojekte - wie etwa im Integrationshaus - lieber finanziell", erklärt Christoph Hörhan vom Gesundheitsministerium. Denn im Gegensatz zu Präservativen, bei denen es immer wieder Probleme mit der Verpackung und der Haltbarkeit gegeben habe, gäbe es für Geld kein Ablaufdatum.


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