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Politik | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

Ausstellung Zwischen 1933 und 1945 setzten rund sechzig Diplomaten aus 25 Ländern ihre Karriere, manchmal sogar ihr Leben aufs Spiel, um Juden die Flucht vor den Nazis zu ermöglichen: Sie stellten Ausreisevisa und Schutzpapiere aus, versteckten die Verfolgten in ihren Botschaften, manche brachten die Flüchtlinge sogar persönlich über die Grenzen. Insgesamt haben sie damit etwa 200.000 Menschen das Leben gerettet. Nun lädt das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung zur Ausstellung "Visas for Life" im Rathaus, in der erstmals Rettungsaktionen dieser Diplomaten und ihr Schicksal nach 1945 mit zahlreichen Fotos und Unterlagen dokumentiert werden. Weil die meisten Botschafter gegen die Vorschriften ihrer Regierung gehandelt hatten, wurden viele von ihnen nach Kriegsende ihres Amtes enthoben oder auf unwichtige Posten abgeschoben.

Eröffnung: 7. September, 11 Uhr, Rathaus (Volkshalle). Von 8. bis 18. September täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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