Jack is back

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

THEATER

 Die Wiener Theatersaison beginnt mit einem furiosen Solo: In seinem Monolog "Black Jack" bringt Franzobel das Leben des Schriftstellers und Frauenmörders Jack Unterweger auf die Bühne. 

Jack Unterweger war ein Schriftsteller, der nicht schreiben konnte, ein Frauenmörder, den die Frauen liebten, und ein Medienstar, der von den Medien gejagt wurde. Kurz: Jack Unterweger (1950-1994) war eine interessante Persönlichkeit, an der das Theater nicht vorbeikann. Nach kleinen Rollen in Johann Kresniks Burgtheater-Revue "Wiener Blut" (1999) und in Thomas Gratzers Rabenhof-Show "Österreichs größte Entertainer" (2002) ist Unterweger nun endlich ein ganzes Stück gewidmet: Franzobel, Österreichs produktivster Schriftsteller, hat im Auftrag des Grazer Forum Stadtpark Theaters den Monolog "Black Jack" geschrieben.

  Obwohl das Stück an Unterwegers Biografie entlang geschrieben ist, handelt es sich nicht um dokumentarisches Theater: Der Autor vermischt Dichtung und Wahrheit (zum Beispiel


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