BOCK AUF KULTUR

Keine ruhige Nacht

Stadtleben | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

Solange Flüchtlinge auf der Straße stehen, werden wir auftreten": Das Programm der Benefiz-Veranstaltungsreihe "Bock auf Kultur" sieht sich als logische Ausweitung der "Bock auf Bier"-Aktion, die seit dem Frühsommer in fast siebzig Wiener Lokalen läuft. Zuerst waren die Locations da, Gürtellokale und Szeneschuppen überall in der Stadt. Dann versuchten Falter-Redakteurin Nina Horaczek und Fotografin Felicitas Kruse gemeinsam mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern dafür zu interessieren, für die Arbeit der Flüchtlingshelferin Ute Bock gagenlos aufzutreten. Was nicht so schwer war. Schwerer war es dann schon, die Gigs zwischen 1. und 27. September auf die jeweiligen Spielorte zu verteilen. Doch die beiden "Festival-Intendantinnen" haben auch das gemeistert, und so präsentiert sich ein ansprechendes Programm mit vielen Highlights und einigen Premieren. Wilfried (Café Kultur, 9.9.) singt ebenso für Ute Bock wie Willi Resetarits (rhiz, 25.9.), Martin Puntigam kabarettiert (Siebenstern, 5.9.), Josef Hader tritt erstmals im Elektro-Beisl auf - begleitet von Drehli Robnik (rhiz, 9.9.). Aus der Falter-Ecke treten noch Klaus Nüchtern und Tex Rubinowitz an (Blue Box, 10.9.), Hermes Phettberg lässt dem Redefluss freien Lauf (Pulse, 13.9.), Peter Iwaniewicz bereitet Insektensnacks zu, Fritz Ostermayer legt Platten auf (Europa, Hinterzimmer, 15.9.) und Louie Austen rockt mit den DJs I-Wolf und Gächter das WUK (23.9.). 31 Programmpunkte an 27 Tagen, die Eintrittsspenden gehen direkt an das Ute-Bock-Wohnprojekt.


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