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Stadtleben | Christopher wurmdobler | aus FALTER 35/03 vom 27.08.2003

Fahrrad

Bis zu 70 Fahrräder werden in Wien pro Tag geklaut - gute Schlösser schützen.

Jetzt haben sie viel zu tun, die Fahrraddiebe. Denn je besser das Wetter, desto mehr Radler sind unterwegs in der Stadt. Wenn dann auch noch die Fahrradparkplätze rar werden, werden Radler oft leichtsinnig und lehnen ihr Blech einfach wo an, anstatt es an einem immobilen Gegenstand festzumachen. Bis zu siebzig Räder werden in Wien zurzeit geklaut. Am Tag. Profis wissen ihr Rad zu schützen: mit dem richtigen Schloss am richtigen Ort. "Leider fehlt es oft an beidem: Viele Radler sparen beim Schloss und politisch Zuständige bei den Fahrradständern", sagt Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Gratzer rät Radlern zu schwer knackbaren Bügelschlössern und Politikern, mehr Abstellanlagen aufzustellen, damit nicht Verkehrsschilder zweckentfremdet werden müssen - oft zum Leidwesen von Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen.

Neben den stahlgehärteten Bügelschlössern - für die man im Fachhandel ab fünfzig Euro aufwärts investieren muss - empfiehlt der VCÖ auch die Codierung der Fahrräder durch die Polizei (siehe Kasten) sowie den Abschluss einer Fahrraddiebstahlversicherung. Letztere zahlt sich vor allem im ersten Jahr eines neuen Rades aus, sie ist über Organisationen wie VCÖ oder Argus erhältlich.

Und es empfiehlt sich natürlich auch, Leute die in der Öffentlichkeit auffällig-unauffällig an abgesperrten Rädern hantieren doch einfach mal anzusprechen. Wenn es sich um den Eigentümer des betreffenden Bikes handelt, hat dieser sicher nichts dagegen. Langfinger hingegen sind vielleicht zumindest verunsichert. Doch wer sein Rad nur mit einem Kettchen an einem Mistkübel anhängt, ist ohnehin selbst schuld, wenn es abhanden kommt.


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