Gehrer hat Recht!

Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

KOMMENTAR. Brauchen wir eine Wertediskussion? Und wer hat eigentlich den Generationenvertrag aufgesetzt? 

"Anstatt dass / Sie was täten, was 'nen Sinn hat und 'nen Zweck / Machen sie Spaß! Und verrecken dann natürlich glatt im Dreck." Etwas weniger pfiffig als Bert Brechts "Anstatt dass"-Song aus der "Dreigroschenoper" formulierte es die österreichische Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, als sie in einem mittlerweile notorischen Presse-Interview die (rhetorische) Frage stellte: "Was macht das Leben lebenswert? Etwa wenn man von Party zu Party rauscht, ist es das Single-Leben?" Um danach noch eins draufzusetzen: "Bringt dir das später die höchste Befriedigung, dass du eine Ferienwohnung in Ibiza und ein Domizil in Lech hast?"

Da stellt eine Politikerin einmal die Frage danach, was 'nen Sinn hat und 'nen Zweck, und schon wird sie eine Woche lang verhöhnt wie weiland Christine Vranitzky für ihren legendären Vorschlag, die jungen Menschen mögen doch lieber golfen, statt sich irgendwelche


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