¡No pasaran!

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

AUSLAND. Die lateinamerikanischen Staaten beginnen, die Protagonisten verbrecherischer Regime zur Verantwortung zu ziehen. 

Herrero, Silvia Blanca, 12-1-77, Lezama, Graciela M., 9-12-76, Wejeman Glas Ester, 4-3-77. Viele Jahre sind die Bilder junger Frauen und Männer, die in der grausamen Zeit der Militärdiktatur in Argentinien verschwunden sind, von den demonstrierenden "Müttern des Plaza de Mayo" in den dichten Autoverkehr der Hauptstadt Buenos Aires gehalten worden. Oft angefeindet, manchmal bemitleidet und von der großen Politik konsequent ignoriert, haben Hunderte Angehörige mit einer an Verzweiflung grenzenden Beharrlichkeit Sühne für die Verbrechen der Militärs gefordert. Alle demokratisch gewählten Präsidenten Argentiniens hatten sich mit den Streitkräften arrangiert. Selbst auf die wenigen Schuldsprüche folgten prompt Begnadigungen.

  Jetzt endlich scheint das Ende der Straflosigkeit für die Ermordung von über 30.000 Regimegegnern zwischen 1976 und 1983 möglich.


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