Im Schleudergang

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

VOEST. Der Linzer Stahlkonzern soll an der Börse verkauft werden. Zu einem Dumpingpreis? 

Alfred Gusenbauer wird die Ikonen der politischen Gegner nicht mehr los. Während ihn die Medien wegen seiner Spargelkoalition mit Jörg Haider hänseln, posierte der SPÖ-Chef nun auch mit einer Figur aus der frommen katholischen Geisteswelt. Voest-Arbeiter hatten ihm eine Statue der heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergarbeiter, in die Hand gedrückt. Damit die SPÖ das Bollwerk gegen den Privatisierungswahn der Regierung spiele.

  Barbara sollte sich mit ihrem Wunder beeilen. Denn vergangene Woche beschloss die ÖIAG, ihren 34,7-Prozent-Anteil an der Voest noch vor den oberösterreichischen Landtagswahlen am 28. September zu verkaufen. Die Mehrheit der Aktien bietet die staatliche Industrieholding an der Börse an. Das bedeutet: Prinzipiell kann jeder zuschlagen, auch der allseits gefürchtete Magna-Chef Frank Stronach. Obwohl der zuständige Finanzminister Karl-Heinz Grasser strategische


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