Das Mehl des Cyberspace

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

MEDIENKUNST. Die Linzer Ars Electronica beleuchtet den gesellschaftlichen Hintergrund von Computerkunst. Die Wiener Ausstellung "Abstraction Now" präsentiert deren Verwandte in Malerei und Skulptur. Eine Bestandsaufnahme.

Eine Porträtaufnahme verweigert Lia, wie sie im Netz heißt, weil diese "den Blick auf das Werk verstellen würde". Genauso wenig will sie ihren bürgerlichen Namen nennen. Dennoch: In siebenjährigem Selbststudium hat sie sich einen Namen in jener Kunstszene gemacht, deren Stars nicht Andy Warhol oder Gerhard Richter, sondern jodi.org und 0100101110101101.ORG heißen. Szenetreff ist nicht die Galerie, sondern das Internet. Oder das Festival Ars Electronica, das am 6. September eröffnet wird, und die Ausstellung "Abstraction Now", die derzeit im Wiener Künstlerhaus läuft.

  Beim Prix Ars Electronica wird Lia, eine gebürtige Grazerin, die zwischen Wien und Porto pendelt, mit einem Preis in der Sparte Netzkunst ausgezeichnet. Außerdem ist sie Co-Kuratorin einer Spezialschau


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