Literarisches Inselhüpfen

Kultur | STEFAN ENDER | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

LITERATUR. In ihrem zweiten Roman "Insel 34" macht sich die deutsche Autorin Annette Pehnt auf die Suche nach einem geheimnisvollen Ort. 

Als Kind hörte ich lange von der Insel nicht mehr als andere auch. In der Schule war sie ein grauer Fleck auf der mürben Karte, weit vor der Küste. Wir redeten über Gesteinsarten und Schifffahrt, Rohstoffe und Tourismus. Die Insel war aus Basalt und nicht durch Fährverkehr mit dem Festland verbunden, hatte keine Rohstoffe und wenig Tourismus, genau wie die dreiunddreißig anderen Inseln vor unserer Küste, die auch alle aus Basalt waren. Weil niemand ihnen jemals Namen gegeben hatte, waren sie nummeriert, sehr selten ist das, sagte Herr Kohlhas, der Erdkundelehrer, die Menschen haben für alles einen Namen, jeder Felsen in der Antarktis heißt irgendwie."

  Insel 34 hat es der Ich-Erzählerin also angetan, und die Faszination überträgt sich nach und nach auf den Leser. Er erfährt vom Erdkundereferat, welches die gleichfalls namenlose Heldin


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