NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

POP

David Sylvian: Blemish

Samadhi Sound

Barde David Sylvian gibt sich auf seinem jüngsten Album spröder und selbstsicherer als je zuvor. Spröder, weil er nach subtil arrangierten Alben ("Dead Bees on a Cake", 1999; "Camphor", 2002) nun mit epischen Elektroniksounds und disparaten Gitarrenklängen von Derek Bailey aufwartet; selbstsicherer, weil er seine Lebensplanung in die Hände von Gurus gelegt, das musikalische Geschick aber in die eigenen genommen hat. Seine von scharf sirrenden Saiten, pulsierenden Drones oder von Christian Fennesz' Elektronik ("A Fire in the Forest") begleitete, erratische und betörende Stimme ist nun auf dem ersten Album eines neu gegründeten Labels ohne Vertrieb zu hören (www.davidsylvian.com), das den durchschnittlich desinteressierten Plattenhändler herzlich wenig kümmert. Mail order rules!

KLAUS NÜCHTERN

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Teardrop

Privater Händlerinitiative war es zu verdanken, dass das Killeralbum "Dedicated to the Ones We Love" (2001) mit


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