Schneller gehts nimmer

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

MUSIK. Ivo Papasow und seine rasende Wedding Band sind erprobte Spitzenkräfte des balkanischen Turbofolkjazz. Demnächst gastieren sie in Wien. 

Wer in Bulgarien heiratet und es sich leisten kann, lässt ordentlich feiern: Hochzeiten mit über tausend Gästen sind keine Seltenheit, mindestens 24 Stunden lang essen, trinken und vor allem tanzen Pflicht. Entsprechend hat sich dort eine eigene Hochzeitsmusikkultur herausgebildet, die trotz oder, besser, gerade wegen der Missachtung durch das ehemalige kommunistische Regime florierte: Fern der staatlichen Aufsicht wurde mit allerhand westlichen Instrumenten und Rhythmen experimentiert und ein neues, populäres Musikgenre geschaffen.

  Der ungekrönte König der bulgarischen Hochzeitsmusikanten heißt Ivo Papasow und machte mit seiner mitreißenden Wedding Band schon vor dem Fall des Eisernen Vorhangs auch im Westen Furore. Selbst der gestrenge Frank Zappa war von seinen ebenso rasenden wie vertrackten Rhythmen beeindruckt - und empfahl sie


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