NÜCHTERN BETRACHTET: Tiere sehen mich an

Kultur | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

Es gibt einige Tiersorten, die aufgrund ihrer notorischen Insubordination gegenüber uns Menschen bei mir einen dicken Stein im Brett haben. Dazu gehört zum Beispiel die Elster, die ich schon aufgrund ihres auffälligen und doch eleganten Federkleides, aber auch ihrer Raffgier wegen schätze, mit der sie den in Villen und Landschlösschen residierenden Damen das Geschmeide aus den Chinalackdöschen stibitzt. Auch der Kormoran genießt meine Sympathien, verfolgen ihn doch die Sportfischer mit biblischem Hass und das nur, weil er seiner Natur folgt und das naturgemäß besser beherrscht als der eleganteste Einhandrutenfliegenfischer. Schließlich muss auch noch der Steinmarder genannt werden, ein rechter Lustikus, der sich nicht nur den Volvo von Royal Albert Hall zur Rutsche auserkoren hat, sondern den Autofahrer generell zum Feind hat (mit Ausnahme von R.A.H., der dem Marder fast alles gönnt), weil er gerne Autokabeln anknabbert. Nun hat allerdings, wie in allen internationalen Qualitätsblättern


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