PHETTBERGS PREDIGTDIENST: Gusi und die Jungfrau Maria

Stadtleben | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

... denn alle, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch dazu vorausbestimmt ...

Röm 8, 28-30 (1. Lesung am Fest Mariä Geburt [8. September])

So sehr dürfte sich die Übertragung der allerseligsten Jungfrau Maria auf mein Frauenbild kraft meiner kirchentrunkenen Kindheit in Reinheit aufgelöst haben, dass ich erst vorigen Donnerstag so sehr erschrak, als ich in einem Gastgarten zwei Frauen Pfandlhendln essen sah. Sie saßen am Nebentisch, bissen mit den Haxen in den Händen ab von den in schwarzen Pfannen servierten Tiroler Hendln. Junge, schlanke Frauen, weiß gekleidet, die Haxen zu den Mündern führten, abbissen, kauten und schluckten. Oft hab ich diese Fremdheit, wenn ich essender Frauen innewerde. Ich sah vergangenen Donnerstag real zwei Frauen am Nebentisch essen und war überrascht. Ins Narrenkastl schaun, so nannten die Eltern das, wenn ich abwesend war. Was schaust denn ins Narrenkastl schon wieder, du verfrorenes Arschloch. Wir aßen stumm und schlossen getrennt in unsere getrennten


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