Großstadtsteppentier

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 36/03 vom 03.09.2003

FIAKER. Pferdescheiße auf der Straße oder Poobags am Rosshintern: Darüber diskutiert man. Wie es den Tieren zwischen Hitze, Verkehr und stundenlangem Stehen geht, hat bisher nur Tierrechtler gejuckt. Bringt das neue Fiakergesetz mehr Tierschutz? 

Es war einmal ein roter Stadtrat, der sich um die echten Sorgen der Wiener kümmerte. Hundekot und Pferdeäpfel, so was ärgert die Städter. Fritz Svihalek wollte, dass die Fiakerpferde diese Stadt nicht mehr ungezwungen voll apfeln und ihr ein verstunkenes Mittelalterflair verpassen - und erließ ein Gesetz. Danach sollten die Kutscher erstmals für die Straßenreinigung zahlen, wenn sie nicht selbst hinter ihrer Kutsche sauber machen wollen oder ihren Tieren eine Pferdewindel, genannt Poobag, verpassen. Zumindest dem Gesetz nach. In der Praxis pfeifen allerdings viele Fiaker regelmäßig auf die leidigen Reinigungspflichten. Daran hat sogar der kurzfristige Einsatz eines eigenen Privatdetektivs nichts geändert, der einmal im Auftrag der


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