DOLM DER WOCHE: Herbert Haupt

Politik | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

Die Lage ist ernst, aber nicht unlustig: Vor einer Woche wollte Vizekanzler Herbert Haupt die Privatisierung der rund 35 Prozent Staatsanteile an der Voest stoppen. Dann unterstützte er - und mit ihm alle 18 blauen Nationalräte - die vollständige Voest-Privatisierung. Wenige Stunden später, im ORF-"Sommergespräch", behauptet der Vizekanzler wiederum, der Staat werde 25 Prozent plus eine Aktie behalten. Und was fiel Herbert Haupt am Tag darauf ein? Da verlangte der FPÖ-Chef, dass die ÖIAG die Voest-Anteile doch behalten solle. Also ausgerechnet jene Gesellschaft, deren Aufgabe es laut Regierungsbeschluss ist, sämtlichen Staatsbesitz bis zum Ende der Legislaturperiode zu verkaufen. Danach, so beschlossen es Schüssel, Haupt & Co im Frühjahr, solle sich die ÖIAG auflösen. Auch wenn Haupt zwischen Bärental und Ballhausplatz hin- und hergerissen ist - so einen Zickzackkurs kriegen nicht einmal Feldhasen hin.


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