Der Spargeltarzan

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

SPÖ. Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos ist nur äußerlich ein blasser Typ. Mit seinen rot-blauen Sachkoalitionen hat er das letzte halbe Jahr geprägt - und wird von den Grünen trotzdem gelobt. 

Als der Vater von Norbert Darabos 1962 als Wochenpendler in Wien am Bau anfing, waren alle seine Kollegen Sozialisten. 1999, als er in Pension ging, wählte jeder zweite die FPÖ. "Das waren keine Ausländerfeinde und schon gar keine Nazis", sagt Darabos heute, "sondern einfache Leute, die Angst um ihre Existenz hatten. Was von der SPÖ nicht ernst genug genommen wurde."

  Aus dieser Erfahrung hat Norbert Darabos gelernt: "Man muss sich abgrenzen von der FPÖ, aber man darf die Wähler nicht ausgrenzen", sagte er vor einem halben Jahr in einem Interview mit der Presse, kurz nachdem ihn die Sozialdemokraten zu ihrem Bundesgeschäftsführer befördert hatten. Die Ausgrenzung der FPÖ durch die SPÖ war somit Geschichte. Und die Roten versuchten, mit den Blauen bei den Pensionen, den Abfangjägern


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