Ein österreichischer Mythos

Politik | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

ZEITGESCHICHTE. Zum hundertsten Geburtstag von Konrad Lorenz erscheint eine neue Biografie, die auch zur NS-Vergangenheit des Nobelpreisträgers und Urvaters der Grünen mit einigen neuen Archivfunden aufwartet. 

Es gibt nicht viele Gesichter von Wissenschaftlern, die so sehr im kollektiven Gedächtnis der Österreicher präsent sind: An Bekanntheit wird Konrad Lorenz' markante Physiognomie mit dem weißen Kinnbart nur von Albert Einstein oder Sigmund Freud übertroffen - wenn überhaupt: Als Österreichs meistgelesene Illustrierte, News, am Ende des Jahres 1999 ihre Leserschaft nach den größten Denkern des zu Ende gehenden Jahrhunderts fragte, gewann zwar Albert Einstein die internationale Wertung. Auf der Liste der größten österreichischen Denker stand jedoch Konrad Lorenz ganz oben, knapp gefolgt von Sigmund Freud. Auf den Plätzen folgten - mit einigem Respektabstand - Sir Karl Popper, Ludwig Wittgenstein und Erwin Schrödinger.

  Gemeinsam mit dem Bienenforscher Karl von Frisch


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige