Gegen Amerika

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

USA  ... und für eine multipolare Welt: Die belgisch-britische Philosophin Chantal Mouffe plädiert für eine strikte Abgrenzung Europas von Amerika, weil nur ein Ende der US-Hegemonie einen globalen Bürgerkrieg verhindern könne. 

Chantal Mouffe ist eine der führenden "postmarxistischen" Theoretikerinnen. Zu ihren einflussreichsten Arbeiten zählen "The Return of the Political" (1994) und zuletzt "The Democratic Paradox" (2000). Fast schon Kultstatus hat ihr gemeinsam mit Ernesto Laclau verfasstes Buch "Hegemony and Socialist Strategy" (1994).

Falter: Wir stehen mitten in einem unipolaren Moment: Schon ist von einem regelrechten US-amerikanischen Imperium die Rede, einem wesentlich globalen Empire, geführt von den USA. Wie würden Sie, nachdem Sie ja immer nachdrücklich gegen Homogenisierungstendenzen argumentiert haben, diesen weltgeschichtlichen Augenblick kommentieren?

Chantal Mouffe: Lassen Sie mich dieses Thema auf folgende Weise beginnen: Was seit 9/11 passiert, zeigt, wie falsch


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