Zu sozial oder asozial?

Politik | JASMIN BÜRGER | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

AFFÄRE. Im Wiener Sozialbudget fehlt noch mehr Geld, als bisher kolportiert: achtzig Millionen Euro. Die ersten Behindertenvereine zahlen bereits drauf. 

Das "LOKal" im siebten Bezirk soll ein Secondhand-Plattengeschäft werden. 18 psychisch kranke Menschen verkaufen gebrauchte CDs und LPs, führen ein kleines Kaffeehaus. Beschäftigungstherapie, die es nicht geben wird, obwohl das "LOKal" fast fertig renoviert ist.

  Das Sozialamt (MA 12) hat nämlich die bereits im Vorjahr bewilligten Mittel für dieses Projekt des Vereins LOK wieder gestrichen. Geschäftsführerin Maria Schernthaner weiß nicht, wie sie die drei bereits eingestellten Betreuer bezahlen und die angemeldeten Klienten vertrösten soll.

  In der MA 12 ist Sparen angesagt, denn im Budget des Sozialressorts von Vizebürgermeisterin Grete Laska klafft ein Riesenloch. Allein für die Sozialhilfe fehlten dreißig Millionen Euro, gesteht Laskas Pressesprecher Martin Wagner ein, fügt aber hinzu: Das Geld werde aus zentralen


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