Wüstes Altes Theater

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

MUSIK. Die slowenischen Art-Pop-Provokateure Laibach stellen ihr neues Album "WAT" live im Wiener Flex vor. 

Der Beginn des neuen Jahrtausends hat keine Erlösung gebracht, und die Maske der Normalität ist verrutscht. Die Wüste brennt, ganze Länder verschwinden", schreiben Laibach im Pressetext zu "WAT", ihrem ersten Album seit "Jesus Christ Superstars" (1996), und begründen damit, warum der "Monolith Laibach" jetzt sein jahrelanges Schweigen bricht und erneut ein über das rein Musikalische hinaus gehendes Manifest veröffentlicht.

  Das assoziative Kürzel "WAT" steht dabei nicht etwa für das nahe liegende "War Against Terrorism", sondern schlicht für "We Are Time". So hieß einst auch das dritte Album der kurzlebigen britischen Post-Punk-Legende The Pop Group um den agitatorischen Sänger Mark Stewart, die in den ausgehenden Siebzigern mit Aufnahmen wie "We Are All Prostitutes" oder "Feed The Hungry" einige der zornigsten antikapitalistischen Stücke der Popgeschichte schuf.

  Solche


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