Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

Sex: Low Job (4)

Der Low Job, sagen die Frauen, ist mit dem Blow Job nicht vergleichbar. Versuchen wir es trotzdem. Was haben sie gemeinsam? Beide Jobs werden mit dem Mund durchgeführt, bei beiden sind die Rollen klar verteilt: Eine(r) gibt, eine(r) nimmt. Bei Letzteren können beide Jobs früher oder später zum Orgasmus führen, während Erstere sich mit dem Gefühl begnügen müssen, Gutes getan zu haben (was ja auch befriedigend sein kann). Wenn Sie mich fragen, klingt das nach einem glatten Unentschieden. Trotzdem liegen die Imagewerte des Blow Job nur knapp über denen einer Vergewaltigung, während der Low Job gesellschaftlich anerkannt ist wie die Mund-zu-Mund-Beatmung. Warum? W. K.

Fussball: Rudi rast

Nach dem EM-Qualifikationsspiel Island gegen Deutschland (0:0) rastete Rudi Völler aus: Der beliebte DFB-Teamchef (Spitzname: "Tante Käthe") bezeichnete den kritischen ARD-Kommentar als "Sauerei" und "Scheißdreck". Mich wundert Völlers Entgleisung überhaupt nicht. Ich frage mich eher, warum so was nicht viel öfter passiert. Man stelle sich zum Beispiel vor, ein Theaterregisseur müsste sich unmittelbar nach einer missglückten Premiere den Fragen der Kritiker ("Warum haben Sie Voss spielen lassen, obwohl er nicht fit ist?") stellen. Vermutlich würden dann noch deutlichere Worte fallen. W. K.


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