STADTRAND: Kommt Zeit, kommt Rad

Stadtleben | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

Da ja an dieser Stelle nicht immer nur gemeckert werden soll, hier mal was Positives. Zum Beispiel in Sachen Radverkehr. Okay, viele Radwege enden noch immer im Nichts, sind nicht vorhanden oder nur genau dort, wo sie kein Mensch braucht. Es gibt aber auch nette Neuerungen. So wurde auf der Steigung der Mariahilfer Straße, innerhalb weniger Tage - und nach nur einigen Jahren Vorarbeit - endlich ein Radfahrstreifen aufgemalt. Und die Autofahrer lassen dort komischerweise auch Radler rechts an sich vorbei. Wenn jetzt auch noch die Parker darauf achten, dass sie nicht so einfach Autotüren öffnen dürfen, ist alles super. Neu ist auch der Radfahrstreifen am Getreidemarkt. Wie berichtet, sollte der Radverkehr ja komplett parallel über die Nibelungenstraße zum Karlsplatz geführt werden. Doch weil viele Radler ihren eigenen Kopf haben und Umwege - zu Recht - eine Zumutung sind, gibts jetzt den Kompromiss mit dem Streifen. Zumindest zwischen Mariahilfer Straße und Lehárgasse, ab dann wirds wieder stressig. Am Ring wurden die Radstreifen mit roter Farbe sichtbarer gemacht, eine gefährliche Einfahrt - probeweise - sogar geschlossen, und irgendwann wird das Radfahren in Wien wirklich zum Vergnügen. Apropos: Die Donaukanalweg-Sperre bis 2006 ist nicht ernst gemeint, oder? C. W.


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