Nutella, Schweiß & Proteine

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

BODYBUILDING. Gang-Bangs, Marihuana und Anabolika: Ist die Bodybuildingszene so wild, wie sie Arnold Schwarzenegger in jetzt aufgetauchten alten Interviews beschrieben hat? Alexander Sturm erzählt aus dem Leben eines Wiener Bodybuilders. 

Hundertsechzehn Kilo verteilt auf 1,86 Meter, Schultern wie ein Kleiderschrank, ein Nacken wie ein Stier, Stoppelglatze. "Manche Kunden halten mich zuerst für den Security-Mann", sagt Alexander Sturm und grinst. Dann schauen die Leute aber, so ein Kraftlackel als Bankangestellter! Und blöd ist er auch nicht! Den 34-jährigen Kreditexperten, Bodybuilder und ehemaligen Kraftdreikämpfer juckt das wenig. "Ich trag meinen Sport sichtbar mit mir herum. Das irritiert eben manche."

  Auch weil Bodybuilding in Österreich irgendwo zwischen exotischer Randsportart und Freakshow gehandelt wird: Bodybuilder sind blöd, eitel, pumpen sich mit Anabolika voll, bis sie vor lauter Kraft nicht mehr laufen können und posieren dann peinlich mit ihren dicken Muskeln


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