TIER DER WOCHE: Klospülungen

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 37/03 vom 10.09.2003

"Fatal, fatal, bemerkte Schlich, paffte und entfernte sich."

Wilhelm Busch

Noch immer befinden wir uns im "Jahr des Wassers". Auch dieser heißeste Sommer seit langem hat nichts an der Einstellung geändert, dass wir uns in Österreich noch eher um den Rückgang des Zitronenfalters sorgen müssen als um die Qualität unseres Trinkwassers. In den letzten Jahrzehnten hat man die Probleme mit den kommunalen und industriellen Abwässern weitgehend geregelt, und auch die Belastung des Grundwassers durch Nitrat aus landwirtschaftlicher Düngung ist einigermaßen unter Kontrolle gebracht worden. Doch jetzt bemerkt man - wie überraschend -, dass auch noch andere chemische Stoffe in den Wasserkreislauf gelangen, zum Beispiel Medikamente mit hormonwirksamen Stoffen nach der üblichen Darmpassage. Und die Mengen dieser Substanzen sind so gering nicht: Jährlich spülen wir Hunderte von Kilos verschiedener Hormone in die Gewässer, wo man mittlerweile an Fischen organische Veränderungen feststellen

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