Mehr Staat, weniger Pirat

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Das Treiben der Entstaatlicher führt zu volkswirtschaftlichen und moralischen Kollateralschäden.

Das Asylrecht, wie es der Genfer Konvention entspricht und wie es ein Urteil des Obersten Gerichtshofs fordert, kostet zwölf Millionen Euro im Monat mehr. Sagt der Innenminister. Die ÖBB, wie wir sie kennen, mit pünktlich eingehaltenen Fahrplänen, wenig Unfällen und einigermaßen flächendeckendem Netz kosten die Österreicher eine Milliarde im Jahr zuviel. Sagen der Finanzminister und der Staatssekretär im Verkehrsministerium. Die Anteile der Republik an der Voestalpine müssen weg, weil die sonst auf dem Kapitalmarkt keine Chance hat, sagt der Finanzminister. Was eine korrekte Pflege jener Leute kostet, die periodisch in Form eines Pflegeskandals in den Medien auftauchen und für die sich kein Minister ins Zeug legt, sagt keiner mehr. Aber alle wissen, sie kostet zu viel.

  Der Staat ist zu teuer, also muss er weg. Dieser Satz steckt hinter allen Argumenten


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