Bush hat Recht

Vorwort | RAIMUND LÖW/Washington | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

AUSLAND. Nach dem Sieg erlebt die US-Regierung im Irak ein politisches Debakel, zieht aber keine Konsequenzen. 

George Bush hat Recht: Die zentrale Front im Kampf gegen den Terrorismus verläuft gegenwärtig im Irak. Wenn Krieg und Besatzung zwischen Euphrat und Tigris in Chaos und Gewalt und nicht im versprochenen Demokratisierungsprozess münden, dann werden fundamentalistische Terroristen vom Typus al-Qa'ida die Gewinner sein. Der von Osama bin Laden propagierte heilige Krieg der islamischen Welt gegen den Westen wäre ein gutes Stück näher gerückt. Was der Präsident nicht dazusagt: Für diese explosive Situation machen viele prowestliche Iraker die Politik seiner Administration verantwortlich. Fünf Monate nach dem Zusammenbruch des Saddam-Hussein-Regimes ist der von Amerikanern und Briten beherrschte Irak zu etwas geworden, was er nie zuvor war: zum Aufmarschgebiet für fundamentalistische Untergrundkämpfer unterschiedlichster Provenienz.

  Im Pentagon sehen sich geschichtsbewusste


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