WER IST WERNER VOGT? Widerspruch ist Leben

Politik | ARMIN THURNHER | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

Als Stadträtin Elisabeth Pittermann letzte Woche Werner Vogt als Patienten-Ombudsmann vorschlug, war den Kommentatoren weder das Maß an Pikanterie, noch das Maß an menschlicher Größe bewusst, das in dieser Bestellung lag. BSA-Mitglied Pittermann schlug nämlich einen ihrer schärfsten politischen Gegner vor. Werner Vogt war es gewesen, der 1979 öffentlich dem angesehenen Psychiater, Gerichtsgutachter und BSA-Mitglied Heinrich Gross die Tötung geistig Behinderter in der NS-Zeit vorgehalten hat. Gross klagte, Vogt wurde freigesprochen, aber es dauerte 18 Jahre, ehe Gross der Prozess gemacht wurde. Die SPÖ schloss Gross nach zwei Jahren aus, der Bund Sozialistischer Akademiker brauchte sechs Jahre länger.

  1938 in Zams bei Landeck geboren, besucht Vogt das berühmte Jesuitengymnasium Stella Matutina in Feldkirch und arbeitet danach als Volksschullehrer in Bregenz. Später studierte er Medizin und fiel als Mitglied des CV das erste Mal auf, als er mit anderen zur 600-Jahr-Feier der


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