Kommentar

Ist Luc Bondy eine Fehlbesetzung?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

Die Wiener Festwochen machen normalerweise nur zweimal im Jahr von sich reden: im Dezember, wenn das Programm bekannt gegeben wird, und im Frühsommer, wenn das Festival stattfindet. Dass die Festwochen im September im Gerede sind, ist also erstens ungewöhnlich und zweitens unerfreulich.

Zuerst wurde bekannt gegeben, dass Musikdirektor Hans Landesmann, dessen Vertrag gerade erst bis 2007 verlängert wurde, nun doch bereits 2004 gehen wird; seine Nachfolge tritt der Franzose Stéphane Lissner an, der das Opernfestival in Aix-en-Provence leitet. Dann wurde ruchbar, dass die Uraufführung des neuen Peter-Handke-Stücks, "Untertagblues", die am 14. September als Festwochen-Co-Produktion im Akademietheater stattfinden sollte, frühestens in einem Jahr über die Bühne gehen wird - dann allerdings nicht mehr als Uraufführung, denn die findet nun im Frühjahr 2004 am Berliner Ensemble statt.

"Bei den Festwochen macht offenbar jeder, was er will, Hauptsache, der Chef hat seine kreative Ruhe", kommentierte


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