Alles bekannt, alle gespannt

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

FILM. James Mangolds Konzept-Thriller "Identity" steckt elf Durchreisende, viele Morde und noch mehr Regieeinfälle in ein Motel. 

Endlich mal ein unprätentiöser Filmtitel aus Hollywood: "Identität". Der sagt alles und liegt - als mehrdeutiger Schlüsselbegriff zu diesem manieristischen Konzept-Thriller - sogar nahe. Wenn Identität generell heißt, dass etwas sich gleich bleibt, dann gilt dies hier zunächst für das Setting der Handlung, die fast nur an einem Ort spielt: Im nächtlichen Wüsten-Motel kommt es zu rätselhaften Morden und bösen Offenbarungen unter den festsitzenden Gästen. Dass sich alles gleich bleibt, könnte also auch heißen: Das kennen wir aus zahllosen (Film-)Vorlagen: "Key Largo", "Psycho", "Zehn kleine Negerlein". Es blitzt wie im Gruselfilm, es schüttet wie in "7even". Der eine Cop ist ein zerknautschter Ex, der andere begleitet einen jener Serienmörder, wie sie in Amerika ständig mit minimaler Bewachung durch die Gegend transportiert werden.

  In einem


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