Detroit Social Club

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

FILM. "Standing in the Shadows of Motown", eine Dokumentation über die vergessenen Musiker des Detroiter Labels, übt sich in glatter Mythenbildung. 

Wenn sich ein Dokumentarfilm von vornherein in Form einer Absichtserklärung präsentiert, darf man skeptisch sein. So im Fall von Paul Justmans Musikerhommage "Standing in the Shadows of Motown", die laut Presseheft "antritt, um die Funk Brothers vor dem Vergessen zu bewahren". Ein missionarisches Anliegen, bei dessen Erfüllung der Film vor allem an einem interessiert ist: der möglichst widerstandsfreien, in sich geschlossenen Mythenbildung.

  Dabei wäre sie kontroversiell genug, die Geschichte der Funk Brothers, jener (vorwiegend schwarzen) Musiker, die in den Sechzigern und frühen Siebzigern im Detroiter Motown-Studio Hits wie "Ain't Too Proud to Beg", "My Guy", "Stop in the Name of Love" oder "Dancing in the Streets" entwickelten und später als Backgroundband von Stevie Wonder, den Supremes oder den Four Tops einspielten: ein Dutzend


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