The Man in Black is gone

Kultur | RAINER KRISPEL | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

MUSIK. Die unverkennbare Stimme der US-Country-Legende Johnny Cash ist vergangenen Freitag für immer verstummt. 

Til things are brighter I'll be the man in black", heißt es in einem der Songs des Johnny-Cash-Kanons "The Man in Black". Jetzt hat er das Schwarz abgelegt. Nicht weil die Dinge auf dieser Welt sich zum Besseren gewendet hätten, sondern weil der Körper des am 26. Februar 1932 geborenen John R. Cash nicht mehr konnte. Die letzten Jahre kämpfte er mit einer Nervenkrankheit, die ihn besonders anfällig für Lungenentzündungen machte.

  Es waren aber auch diese letzten Jahre, in denen Johnny Cash sein Lebenswerk mit der vierteiligen "American Recordings"-Serie verdichtete. Dabei fand er mit Produzent Rick Rubin und Material von Beck, Nick Cave oder Will Oldham trotz schwindender Kräfte seine Stimme wieder. Eine Stimme, die seine Mutter Carrie "the gift" nannte und die er nicht einmal einen Monat lang mit Gesangsstunden trainierte, bis die Lehrerin seinen Unterricht beendete


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