"I don't give a Fuck!"

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

MUSIK. Die kanadische Elektro-Punk-Performerin Peaches überzeugt auf ihrem zweiten Album "Fatherfucker" mit einer Mischung aus Genderverwirrung und modernem Rock 'n' Roll. 

Als Peaches gemeinsam mit Gonzales im Frühjahr 2000 erstmals in Wien gastierte, fand nur eine Hand voll Leute den Weg ins Chelsea. Gonzales, der wenig später als selbst ernannter Präsident des Berliner Undergrounds und als großer Popentertainer sehr schnell sehr bekannt werden sollte, galt zu diesem Zeitpunkt noch als Geheimtipp, Peaches selbst als unbeschriebenes Blatt. Man hatte lediglich das Gerücht gehört, dass es sehr arg zuginge, sobald sie eine Bühne betritt.

  Tatsächlich blieb der vierstündige Auftritt der beiden Exilkanadier nachdrücklich in Erinnerung: Dem zurückhaltenden Gonzales stand ein Energiebündel gegenüber, das über harte Elektrobeats sehr unanständige Dinge ins Mikrofon brüllte und durch ihr körperbetontes Auftreten in pinken Hotpants den sexuell aufgeladenen Charakter des Ganzen


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