SPIELPLAN

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

Großes Hallo in der Josefstadt: Die Direktion Gratzer hat ihr erstes Bäuerle gemacht! Mit dem Zaubermärchen "Aline oder Wien in einem anderen Weltteil" von Nestroy-Vorläufer Adolf Bäuerle wurde die neue Ära im Theater in der Josefstadt eröffnet, und die Aufführung war beinahe noch schlimmer, als die Stimmen aus der Gerüchteküche hatten befürchten lassen. Das in jeder Hinsicht exotische Stück (1822) handelt von einer Wienerin, die auf einer fernen Insel eine Art Diktatur der Güte errichtet hat und sich mithilfe einer Fee Wien und ihren Geliebten herbeizaubern lässt. Dass das heute noch witzig sein könnte, erscheint nicht unmöglich - aber dafür müsste man das Stück wohl mindestens auf den Kopf stellen und gut durchschütteln. Regisseur und Bühnenbildner Philippe Arlaud begnügt sich damit, es so bunt wie möglich zu verpacken, was leider gar nicht komisch ist. Die mit zahlreichen Liedern, die zum Großteil übrigens nicht aus dem Stück stammen, aufgemascherlte Inszenierung


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