Parabel am Ende

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

LITERATUR. In seinem nun auch auf Deutsch erschienenen Debütroman "Die 27ste Stadt" hat US-Bestsellerautor Jonathan Franzen den Bogen noch nicht raus. 

Noch lange bevor Jonathan Franzen Jonathan Franzen war und mit "Die Korrekturen" Kritik und Publikum begeisterte, ließ er ahnen, dass er eines Tages Jonathan Franzen werden wollte. 1988 veröffentlichte er, noch keine dreißig, sein ambitioniertes Debüt "Die 27ste Stadt" (dem 1992 der noch unübersetzte Roman "Strong Movements" folgte). Auf 670 Seiten hat der Autor darin das im Herzen der USA gelegene St. Louis zu seiner etwas ramponierten Heldin gemacht: 1870 war die Stadt am Mississippi noch die viertgrößte der USA, 1980 ist sie auf Platz 27 abgesunken. Doch in der Stadt im Osten Missouris ist einiges in Bewegung. Ausgelöst hat dies eine Frau, der man dergleichen wohl am allerwenigsten zutrauen durfte: S. Jammu, eine fragile 35-jährige Inderin mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft, die soeben zur neuen Polizeichefin bestellt


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